Neu! Orgelmusik

Besondere Zeiten erfordern das Gehen neuer Wege. Einmal wöchentlich können Sie hier schönen Orgelklängen lauschen…

Georg Philipp Telemann (1681-1767): „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, gespielt von Markus Schaubel an der Späth-Orgel in St. Jakob

Telemann begegnete während seines Jurastudiums Georg Friedrich Händel, der ihn darin bestärkte, Musik als Beruf zu wählen. 1704 wurde er Organist und Kapellmeister in Sorau, 1708 Hofkapellmeister in Eisenach. Von 1712 bis 1721 war er als Musikdirektor in Frankfurt am Main tätig und ab 1721 als Städtischer Musikdirektor in Hamburg. Er komponierte hauptsächlich Opern, Orchesterwerke und geistliche Chormusik wie Kantaten, Motetten und Oratorien.

Franz Liszt/Orlando di Lasso: Regina coeli (gespielt von Markus Schaubel an der Späth-Orgel in St. Jakob)

Franz Liszt (1811-1886) galt als einer der wichtigsten Klaviervirtuosen seiner Zeit und komponierte neben zahlreichen Klavierwerken auch Orchesterwerke, Lieder, Chorwerke und Stücke für Orgel. „Regina Coeli“ ist eine Bearbeitung einer Komposition des Renaissancemeisters Orlando di Lasso. Lasso vertonte den Text der österlichen marianischen Antiphon für vierstimmigen Chor.

Henry Purcell (1659-1695): Ouverture aus „The Fairy Queen“
(Bearbeitung).
Live-Aufnahme aus dem Osterhochamt 2021 in St. Jakob, Johannes Schaubel (Pauken); Markus Schaubel (Orgel)

Der Vater Henry Purcells war Hofmusiker in der Sängerkapelle des englischen Königs „Chapel Royal“ in London, wo auch er als Singknabe tätig wurde. 1677 wurde er „Composer for the violins“ und 1679 Organist der Westminster Abbey. 1682 wurde er  zum Organist der „Chapel Royal“ und 1683 zum königlichen Instrumentenverwalter ernannt. Er gilt als bedeutendster Komponist des englischen Barocks.

J. C. F. Fischer: „Ricercar pro Festis Paschalibus – super Initium
Cantilenae: Christ ist erstanden“, gespielt von Markus Schaubel an der Späth-Orgel in St. Jakob

Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656 – 1746) begann seine musikalische Ausbildung am Piaristen-Kollegium im böhmischen Schlackenwerth. Evtl. war er Schüler von J. B. Lully in Paris. Ab 1715 ist seine Tätigkeit als Hofkapellmeister am Hof des Markgrafen in Rastatt nachweisbar. Fischer komponierte neben geistlicher und weltlicher Vokalmusik Orchesterwerke, Musik für Cembalo und für Orgel. Als eine seiner wichtigsten Kompositionen gilt „Ariadne Musica“, eine Sammlung von Präludien und Fugen in 20 verschiedenen Tonarten für Orgel. Auch Johann Sebastian Bach kannte und schätzte offenbar die Werke Fischers.


Johann Sebastian Bach (1685-1750): Vater unser im Himmelreich (aus dem „Orgelbüchlein“), gespielt von Markus Schaubel an der Späth-Orgel in St. Jakob
 

Joseph Haydn (1732-1809): Andante C-Dur (aus den „Flötenuhrstücken“), gespielt von Markus Schaubel an der Späth-Orgel in St. Jakob

Flötenuhren sind mechanische Uhrwerke in Kombination mit einer kleinen Orgel. Zu eingestellten Zeiten erklingen durch Stiftwalzen gesteuert kleine Musikstücke. Die Blütezeit der Flötenuhren war im ausgehenden 18. Jahrhundert. Unter anderem komponierten Händel, C. Ph. E. Bach, Salieri ,Haydn, Mozart und Beethoven Stücke für Flötenuhren.


Girolamo Frescobaldi (1583-1648): Ave Maris Stella (gespielt von Markus Schaubel an der Walcker-Orgel in St. Pius)

Der in Ferrara geborene Frescobaldi war unter anderem Organist am Petersdom in Rom und Hoforganist in Florenz. Seine Kompositionen fanden viel Beachtung und viele deutsche Organisten reisten nach Rom um von ihm zu lernen. Auch Johann Sebastian Bach kannte seine Werke. Die vier kleinen Stücke des „Ave Maris Stella“ wurden im Wechsel mit gesungenen Strophen musiziert. Der Hymnus findet sich im Gotteslob unter der Nummer 520.


Ludwig Boslet (1860-1951): Vorspiel in C-Dur (gespielt von Markus Schaubel an der Späth-Orgel in St. Jakob)

Nach seiner Ausbildung am Lehrerseminar und kurzer Lehrertätigkeit studierte der in Biedershausen bei Zweibrücken geborene Ludwig Boslet am Stuttgarter Konservatorium und an der Tonkunstakademie in München. Dort war er Schüler von Joseph Rheinberger. Nach Organistentätigkeit in Ludwighafen und St. Ingbert wurde er 1909 Organist an St. Matthias in Trier und 1911 dort Domorganist. Dieses Amt hatte er bis 1941 inne.

Johann Sebastian Bach: Präludium in C-Dur, BWV 545 (gespielt von Markus Schaubel an der Späth-Orgel in St. Jakob)

Johann Sebastian Bach (1685-1750), Stationen:

1703 Musiklakai in Weimar 1703-1707 Organist in der Neuen Kirche in Arnstadt 1707-1708 Organist an Divi-Blasii in Mühlhausen 1708-1717 Hoforganist und Kammermusiker in Weimar 1717-1723 Hofkapellmeister in Köthen 1723-1750 Thomaskantor in Leipzig

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